Der Kurs „Headlines und Deadlines“ von Jan-Phillip Wirth fand in der Fachgruppe Theorie Designmanagement und -recht statt.
Der Kurs zeichnete sich durch seine enge Verzahnung von Theorie und Praxis aus. Der theoretische Input zum Thema Projektmanagement wurde in Form einer Projektarbeit direkt umgesetzt.
Aufgabenstellung und Ziel des Projekts
Der Kurs war als praxisnahes Planspiel angelegt und legte einen besonderen Schwerpunkt auf Projektorganisation, Teamarbeit sowie den bewussten Umgang mit Zeit- und Entscheidungsprozessen innerhalb eines Designprojekts.
Ausgangspunkt war das Cover der Platte „let it bleed“ von den Rolling Stones, welches wir neu interpretieren und gestalten sollten.
Ziel des Kurses war es, den Designprozess nicht nur als Abfolge einzelner Gestaltungsschritte zu verstehen, sondern als Gesamtobjekt, welches strukturiert bearbeitet werden muss.
Team
Das Projekt wurde im Team „Panic at the Deadline“ bearbeitet. Das Team bestand aus Paul Dobric, Christopher Holz, Lester Jacobs und Yolanda Reichelt.
Im Verlauf des Kurses unterschieden sich die Aufgabenverteilungen je nach Projektphase und Teilaufgabe. Diese flexible Rollenverteilung ermöglichte es, unterschiedliche Kompetenzen innerhalb des Teams einzubringen und situativ auf Anforderungen des Projekts zu reagieren.
Analyse des Ursprungscovers


Ausgangspunkt der Analyse war das Originalcover, welches von Robert Brownjohn gestaltet wurde. Wir untersuchten sowohl formale Aspekte – wie Aufbau, Bildsprache und Materialität – als auch inhaltliche Ebenen des Covers.
Besonderes Augenmerk lag auf dem Stapelmotiv, das aus unterschiedlichen Alltagsobjekten besteht und als visuelle Metapher für Fragilität, Überladung und Instabilität gelesen werden kann.
In der Auseinandersetzung mit dem Front- und Backcover wurde der bewusste Kontrast zwischen Ordnung und Zerfall herausgearbeitet. Während das Frontcover eine scheinbar stabile, vertikal aufgebaute Konstruktion zeigt, stellt das Backcover deren vollständige Zerstörung dar.
Diese Gegenüberstellung interpretierten wir als gestalterisches Mittel, das den gesellschaftlichen Wandel und die politischen Umbrüche der späten 1960er Jahre widerspiegelt.
Die visuelle Sprache des Covers wurde dabei als indirekte Form gesellschaftlicher und politischer Kritik verstanden.
Auf Basis dieser Analyse entwickelten wir mehrere konzeptionelle Richtungen, die in Form von Ideenskizzen und Moodboards präsentiert wurden.
Ideenfindung
Folgende Ansätze standen danach zur Auswahl:
1. Die Weiterführung des Stapelsystems als wiedererkennbares Strukturelement, ergänzt durch zeitgenössische Objekte, die aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen symbolisieren.
2. Die Übertragung des Prinzips von Ordnung und Unordnung auf heutige Themen und Lebensrealitäten, etwa durch Motive aus der übetrdigitalen Kultur, Umwelt- oder Kriegsthematiken, umgesetzt in unterschiedlichen visuellen Stilen.
Umsetzungsphase
Wir entschieden uns für die erste Variante. Als Stapelsystem wählten wir die Stuktur eines Burgers, worin sich Artefakte aus der heutigen Überflussgesellschaft stapeln.
Für die Gestaltung einigten wir uns auf analoge Fotografie. Wir buchten uns einen Slot im Fotostudio der FH und setzten dort unsere moderne Stapelstruktur um.
Endprojekt
Für das Endprojekt wurden die Aufgaben klar definiert und verteilt, um eine effiziente Umsetzung sicherzustellen:
Yolanda übernahm die Gestaltung des neuen Albumcovers sowie der Kastentasche.
Christopher war für die Gestaltung der Labels der Schallplatten sowie für die Erstellung der Mockups verantwortlich.
Lester entwickelte die Werbekampagne und gestaltete das Plakat.
Paul konzipierte und gestaltete Instagram-Posts sowie ein Werbevideo.
Diese Aufteilung trug dazu bei, paralleles Arbeiten zu ermöglichen und die vorhandenen Zeitressourcen gezielt zu nutzen, während die inhaltliche Abstimmung im Team kontinuierlich beibehalten wurde.
Twenty Twenty-Five
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